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Printwerbung und PR: neue Zielgruppen für dein Studio gewinnen

Gerade in größeren Städten mit vielen Yoga Anbietern ist es nicht einfach, wahrgenommen zu werden. Viele denken, Offline Printwerbung sei aber heutzutage ein alter Hut und die Betreuung der eigenen Webseite und der Social Media Kanäle sei ausreichend. Stefan Oettlein, Gründer und Leiter des Studios Yoga Vidya Norderstedt bei Hamburg, sieht das anders! In diesem Beitrag berichtet er, wie auch du Printwerbung in deinem Studio nutzen kannst, um somit neue Zielgruppen für dein Studio erschließen zu können.

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 Foto: Yoga Vidya Norderstedt bei Hamburg

Kosten der Printwerbung

Viel Aufmerksamkeit und daraus resultierende Buchungen erziele ich mit einer gedanklich etwas in den Hintergrund geratenen Werbeart, nämlich mit klassischen Anzeigen in den lokalen Zeitungen, auch in Kombination mit Pressemitteilungen. Wenn ich das anderen Studiobesitzern erzähle, höre ich meist als Erstes, dass die ja noch teurer seien als Facebook oder Google. Das ist aber nur teilweise richtig. Oft wird aber nicht bedacht, dass man, um der Erste bei Google zu sein oder bei der Flut an Posts bei Facebook aufzufallen, eine wohlüberlegten Social Media Content und Werbe-Strategie benötigt, und das schlichtweg zu teuer sein kann.

Die Preisgestaltung der Zeitungen sind denen in den Yoga-Studios gar nicht so fremd. Ein einzelner Artikel, einmal alle paar Jahre oder nur zur Eröffnung, ist vergleichbar mit einer Einzelstunde eher teuer. Aber ähnlich wie beim Yoga ist eine Einzelstunde sicher schön, in der Regelmäßigkeit liegt hier aber die Kraft. Ähnlich wie bei einer 10er Karte oder Jahresmitgliedschaft sind die Kosten dann plötzlich gar nicht mehr so hoch und das meist schon ab 10 Anzeigen pro Jahr. Auch hier ist die Empfehlung, immer zu verhandeln. Die Mediadaten sind Richtwerte, aber in den seltensten Fällen in Stein gemeißelt.

In welcher Zeitung werbe ich?

Ganz einfach beantwortet: In einer Zeitung, die im Einzugsgebiet rund um dein Yogastudio die beste Verteilung hat. Hier ist meine Empfehlung eines der kostenlosen Anzeigenblätter, die einmal die Woche an alle Haushalte verteilt werden. Ich habe selbst einmal gedacht „Wer liest die denn?“ Antwort: Rund 40% meiner Kunden! Und hiermit erschließt sich ein komplett neues Kundenpotential, das online nicht erreicht wird.

Die Auflage und das Verteilungsgebiet sind ausschlaggebend. Regionalbeilagen einer Tageszeitung werden weit weniger gelesen als die Anzeigenblätter, denn hierfür muss genau diese Tageszeitung ja auch gekauft werden. Die Anzeigenblätter werden an alle Haushalte verteilt.

Die Zeitungen werden gelesen und das nicht nur von älteren Menschen. Ich frage gern, wie die neuen Schüler auf uns aufmerksam geworden sind. Hierbei sind quer durch alle Altersschichten hinweg 40% Zeitungsleser dabei! Also nicht nur Ältere, die die Zeitung noch von früher kennen.

Da in den lokalen Anzeigenblättern meist Nachrichten oder Werbung aus der direkten Nachbarschaft behandelt werden, sind diese für die Leser häufig attraktiver als irgendwelche bundes- oder weltpolitische Themen, da sie um die Ecke passieren und damit greifbarer sind. Wenn man die Anzeige mit einem spannenden Artikel und Foto versieht, tritt diese noch mehr in den Vordergrund und wird gern gelesen. Wenn dir das Schreiben nicht so sehr liegt, bitte ruhig Freunde oder Bekannte um Hilfe. Auch die Yoga-Berufs- oder Dachverbände können meist weiterhelfen.

Yoga-Vidya-Norderstedt-Eversports_1 Foto: Stefan Oettlein in seinem Studio Yoga Vidya Norderstedt

Was sollte in der Anzeige stehen?

Ich lese immer wieder vereinzelt Anzeigen mit Pressemitteilung, die nur darauf hinweisen, dass es ein Yogastudio gibt, mit wunderschönen Räumlichkeiten, gut ausgebildeten Yogalehrern, wenn die Redakteure lieb waren, auch mit einem Foto, auf dem der Inhaber im Lotussitz sitzend eine Klangschale anschlägt. Das ist sicherlich für das eigene Ego sehr gut, hilft aber kaum neue Schüler ins Studio zu bekommen. „So gelenkig bin ich nicht“, ist dann eher die Reaktion und es wird weitergeblättert. Dass in dem Studio aber den Menschen mit Yoga geholfen wird, tritt dabei meist in den Hintergrund. Dass sich durch Yoga das Gedankenkarussell langsamer drehen kann, der Rücken stärker wird, man gelassener durch das Berufsleben geht, um nur einige positive Aspekte zu nennen, wird meist nicht erwähnt. Ein Artikel, in dem sich der Leser wiedererkennt, motiviert ihn um einiges mehr, den nächsten Kurs zu buchen.

Ich verteile doch schon Flyer in die Briefkästen

Schön, aber sehr zeitaufwendig. Doch nutze die Zeit sinnvoller! Selbst in einer kleineren Stadt mit nur 15.000 Haushalten ist dies eine Mammutaufgabe, bei deren Bewältigung dir dann Zeit fehlt, dich um dein eigenes Studio zu kümmern. Auch sind die Druckkosten wesentlich höher als selbst die teuerste Zeitungsanzeige. Die allermeisten Zeitungen bieten ein kostenloses Layout der Anzeige mit an. Es bedarf also nicht unbedingt noch eines extra Grafikers hierfür.

Fazit: auf den richtige Mix kommt es an!

Zusammenfassend kann ich aus meiner eigenen Erfahrung sagen, dass Offline- Zeitungswerbung wichtig ist. Wie immer gilt aber, dass man in seiner Werbung möglichst breit aufgestellt sein sollte. Neben der Zeitungswerbung bediene ich natürlich auch die Online-Kanäle Google, Facebook, YouTube, etc., möchte aber die Kunden, die durch die Zeitungswerbung auf mich aufmerksam geworden sind, nicht missen.

 

Wir von Eversports finden: Vor allem in ländlicheren Gebieten abseits der großen Städte ist Printwerbung eine interessante Möglichkeit, neue Zielgruppen für dein Studio gewinnen zu können. 

Möchtest du weitere nützliche Tipps für dein Studio?
Dann sieh dir unsere konstenlosen Studio Superstar Ratgeber zum Thema Social Media an!

Studio Superstar 

Über Stefan Oettlein von Yoga Vidya Norderstedt
Stefan betreibt seit sechs Jahren das Studio Yoga Vidya Norderstedt mit Sitz im Norden von Hamburg. In zwei Räumen bietet er zurzeit mit seinem Team 23 Klassen und Kurse in der Woche an. Stefan hat Yoga bereits vor vielen Jahren für sich entdeckt. Zunächst als Ausgleich zum Beruf, um Stress und Hektik etwas entgegensetzen zu können, tauchte er nach und nach immer tiefer in die vielfältigen Aspekte des Yoga ein. Sein Weg führte ihn zunächst von dem eher sportlichen Power Yoga über Vinyasa Yoga zum Yoga Vidya Hatha Yoga, da dieser Stil die Basis des Yoga darstellt. Yoga-Asanas (Körperübungen), gepaart mit Atemübungen, Entspannungsverfahren und Meditation stehen für ihn im Vordergrund. Als zertifizierter Yogalehrer (BYV), Entspannungskursleiter (BYVG), Business Yogalehrer, Yogalehrer - Ausbildungsleiter, zertifizierter FeetUp® Trainer und Meditationskursleiter (BYVG), vermittelt er Yoga nicht nur in seinem Yoga-Studio, sondern auch vor Ort in Firmen. Stefan ist zertifiziert nach dem "Deutscher Standard Prävention" und bietet in der Woche auch mehrere Präventionskurse für Anfänger und Wiedereinsteiger an, die von allen gesetzlichen Krankenkassen bezuschusst werden.

 

Christina Eckerstorfer

Hi, ich bin Christina. Schreiben ist meine Leidenschaft, die ich auch bei Eversports ausleben kann. Neben Content Creation liebe ich es, beim Yoga oder Meditieren meine innere Ruhe zu finden.

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